RCDS-HFP Muenchen-pos

Studienbedingungen während des Reformprozesses sichern

Unsere Hochschulgruppe ist zuallererst den Interessen der Diplomstudenten verpflichtet. Daher verfolgen wir mögliche Auswirkungen auf die Studienbedingungen genau und haben zum Ziel, diese entsprechend dem Zustand zu unserer Immatrikulation zu erhalten. Zu diesem Zweck haben wir den Dialog mit der Hochschulleitung intensiviert und vertreten die Ansicht, dass möglichst viele Veranstaltungen erhalten werden sollten, um den gesetzlichen Anspruch der Diplomstudenten auf eine ordnungsgemäße Beendigung ihrer Studiums durchzusetzen. Auch betonen wir die Notwendigkeit, dass verstärkt Beratungsangebote geschaffen werden um proaktiv heikle Studiensituationen zu vermeiden, insbesondere bei Studenten ohne Abitur. Ebenfalls muss das Angebot des Diplomarbeits-Seminars erhalten und verbessert werden, um die Rate nicht-bestandener Diplomarbeiten zu senken. Auch sollen Studenten im Grundstudium in Zukunft auch Hauptseminare offen stehen, damit eine angemessene Auswahlmöglichkeit von Seminaren auch bei sinkenden Seminarzahlen erhalten bleibt.

Sollen Reduzierungen von Lehrveranstaltungen infolge von sinkenden Teilnehmerzahlen erforderlich sein, dürfen diese nur in enger Rücksprache mit den Studenten erfolgen. Umfragen zu Beginn jeden Semesters sollen die Bedarfe der Studenten an Lehrveranstaltungen ermitteln, damit diese bei der Planung berücksichtigt werden können. Zudem muss für jeden Lehrbereich immer die Möglichkeit bestehen Scheine zu erwerben. Keinem darf durch mangelndes Angebot die Möglichkeit genommen werden, sein Studium zu absolvieren!

 

Bibliotheksoffensive jetzt!

Die Hochschule für Politik muss sich auch in Zukunft konstant verbessern, erst recht im Zuge eines Reformprozesses. Dazu gehört selbstverständlich eine erstklassige politikwissenschaftliche Bibliothek. An der TU München müssen wir zur vollumfänglichen sozialwissenschaftlichen Bibliothek ausgebaut werden.

Unsere Bibliothek arbeitet zurzeit personell und materiell am Limit. Mit den vorhandenen Ressourcen ist trotz beispielhaften persönlichen Einsatzes der Mitarbeiter keine wesentliche Verbesserung möglich. Es muss wesentlich mehr finanziell in die Zukunft des Bestandes investiert werden. Dazu gehören zuerst alle wesentlichen Grundsatzwerke in der aktuellen Auflage, damit man nicht zur Prüfungs- und Hausarbeitsvorbereitung auf die Ressourcen anderer Bibliotheken angewiesen ist. Danach sollte das Inventar schrittweise um die neueste Fachliteratur erweitert werden. Des Weiteren muss die Suchmaschine zur Literaturrecherche an aktuelle Standards angepasst werden. Beispielhaft wäre ein OPAC-System, dass auch von außerhalb Zugriff auf die Datenbank erlaubt und auch eine Zeitschriftenrecherche ermöglicht. Auch sollte die Wochenendentleihe elektronisch erfolgen können. Ebenfalls sollte das bereits installierte legic-Aufladegerät beim Kopierer in Betrieb genommen werden, damit die Bezahlung schneller von statten geht.

Neben diesen materiellen Verbesserungen sollte das Personal der Bibliothek aufgestockt werden, damit die Öffnungszeiten an die Standards anderer Bibliotheken angeglichen werden können.

 

Begleitung der Umstellung auf Bachelor

„Nach uns die Sintflut" – So denken wir nicht. Die Hochschule für Politik hat im Laufe der Jahrzehnte viel Expertise auf dem Gebiet der politikwissenschaftlichen Ausbildung gesammelt und dieses Wissen sollte auch bei der Implementierung des neuen Bachelorstudienganges Einzug halten.

Wir unterstützen daher den Entwurf eines neuen Bachelorstudienganges, den der studentische Reformkonvent ausgearbeitet hat. Dieser Entwurf verbindet die guten Aspekte der jetzigen HfP-Ausbildung mit den Anforderungen der Zusammenarbeit mit der TU München. Insbesondere sollte interdisziplinäres Denken im Rahmen eines vollumfänglichen politikwissenschaftlichen Studiums erhalten werden. Auch sollte die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit anderen TU-Fakultäten in Anspruch genommen werden.

Die Berufungen der neuen Professoren sollten schnellstmöglich erfolgen, damit die HfP wieder von akademischen Fachkräften gestaltet werden kann. Nachdem eine erfreulich hohe Zahl von Bewerbern vorliegt, sollten selbstverständlich Spitzenkräfte berufen werden. Auch sollten die neuen Lehrstühle mit ausreichendem wissenschaftlichem Mittelbau ausgestattet werden. So ausgestattet sollte die Implementierung des Master- und Promotionsstudienganges zügig angegangen werden, damit die HfP bald wieder eine vollumfängliche politikwissenschaftliche Universität mit entsprechenden Studentenzahlen wird.

 

Studentische Selbstverwaltung ausbauen – Fachschaft einführen

Zurzeit fehlt im Gegensatz zu den meisten Universitäten an der HfP eine Fachschaft, welche sich für politikunabhängige Bereiche des studentischen Lebens kümmert. Damit die Organisation von Zusatzangeboten zur Lehre wie Tutorien oder Skripte oder auch Belange wie studentische Feiern unabhängig von der Hochschulpolitik erfolgen kann, fordern wir die Einführung einer Fachschaft. In Zukunft sollen sich die politischen Hochschulgruppen auf die Aufstellung von Listen zum Senat sowie auf politische Bildungsarbeit an der HfP beschränken. Die Kompetenz für alle anderen Bereiche des studentischen Lebens liegt jedoch nur bei einer unpolitischen Fachschaft vor.